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Wenn Airbnb Wohnraum vernichtet und Touristen zur Plage werden

Veröffentlicht von angelegt unter Denkanstoss, Massentourismus, Spanien.

Wenn der Massentourismus sich ungezügelt Bahn bricht, geht dies immer zu Lasten der Natur, aber auch der lokalen Gesellschaft. In Spanien wehren sich die Einheimischen nun gegen die Menschenmassen, die an den Stränden Mallorcas in ihrer Heimatsprache kommunizieren, sich besinnungslos besaufen, grölen und randalieren und den dort lebenden Menschen und ihrer Kultur keinerlei Repekt entgegenbringen. Und sie wehren sich dagegen, in Barcelona und anderen Städten keine bezahlbare Mietwohnung mehr zu bekommen, weil deren Eigentümer lieber über Airbnb und Co. bei den Touristen groß Kasse machen.

© Ciutat per qui l’habita/DPA

 

Es ist ein Aufschrei und ein Hilferuf gegen eine Fehlentwicklung zu Lasten der eigenen Gesellschaft. In diesem Stadium ist der Zustand erreicht, in dem Tourismus den Einheimischen nicht mehr hilft, sondern schadet. Es braucht Konzepte, die Interessen und den Nutzen des Tourismus wieder auszubalancieren. Im Sinne aller Beteiligten. Denn es kann auch keinem Touristen daran gelegen sein, auf Mallorca wie in der Sardinendose am Strand zu liegen oder die Wut der Einheimischen zu spüren zu bekommen, weil man ihren Wohnraum stiehlt.
Es ist auch hier dringend geboten, den Einheimischen nicht nur den selbstverständlichen Respekt, sondern auch Verständnis für ihre Nöte und Ängste entgegenzubringen.

Eindrücke unter
http://www.stern.de/reise/europa

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